Auf unserer Webseite finden Sie zahlreiche Beiträge zu aktuellen Entwicklungen bremischer Jugendkriminalpolitik. Wenn Sie Anregungen zum Inhalt haben, etwas kritisieren, ergänzen oder richtigstellen wollen, kontaktieren Sie uns bitte.
Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand der Landesgruppe
Kurzinformationen zur Landesgruppe Bremen
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Öffentlichkeitsarbeit per Flyer
Link zu unserem Flyer (Flyer veraltet, wird aktuell überarbeitet!)
Projektmittel
Unter bestimmten Voraussetzungen vergibt die Landesgruppe auf Antrag Projektmittel im Rahmen der Jugendstraffälligenhilfe.
Link zum Orientierungsrahmen für die Vergabe von Projektmitteln
Satzung der Landesgruppe Bremen
Tätigkeitsbericht 2025
Im Berichtszeitraum fanden neun Vorstandssitzungen und die Jahresmitgliederversammlung statt.
Mit folgenden Themen hat sich die DVJJ-Landesgruppe-Bremen ausführlicher auseinandergesetzt:
Polizeiliche Vorabmeldung, Vorabmeldungen durch die Staatsanwaltschaft
Vorabmeldungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich bremenweit etabliert. Sie werden jedoch in den Bezirken/ Stadtteilen immer noch sehr unterschiedlich umgesetzt. Teilweise wird die JuHiS sehr spät oder sogar gar nicht unterrichtet. Die Festnahmeliste wurde zwischenzeitlich (aus Datenschutzgründen) gar nicht mehr an die Geschäftsstelle der JuHiS weitergeleitet. Durch die Einführung der elektronischen Postfächer in der Justizbehörde wird die Festnahmeliste nunmehr verlässlich weitergegeben.
Stand der Verlegung des Jugendvollzugs der Justizvollzugsanstalt Bremen
Es wurden Gespräche mit der Politik (SPD, Grüne, Linke (CDU nur schriftlich; FDP keine Rückmeldung)) geführt.
Nach regem formellen und informellen Austausch wurde am Ende mitgeteilt, dass weder die finanziellen, noch die personellen Ressourcen für die Verlegung des Jugendstrafvollzuges nach Hameln vorhanden scheinen. Die Auslastung des Jugendvollzugs rechtfertigten dieses Vorhaben zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht länger.
Planung Fachtag:
Für Herbst 2025 war eine Fachveranstaltung der Landesgruppe Bremen geplant. Nach der Absage von zwei Referierenden wurde er auf den 17.03.2025 verlegt. Schwerpunktthemen sind die strafrechtliche Verantwortungsreife sowie die Medienkompetenz (politische Bildung, Einstellung und Umgang damit.
Besucht der Jugendarrestanstalt Verden:
Die DVJJ Landesgruppe hat die Anstalt am 26.06.25 besucht. Nach dem Besuch haben sich viele kritische Nachfragen ergeben. Es wird überlegt, eine schriftliche Anfrage bzw. Fragenkatalog an die bremische Justizbehörde in Bezug auf den Betreuungsstand in der JAA zu erarbeiten
Theater in der Justizvollzugsanstalt Bremen
Am 19.06.25 führten junge Gefangene ein selbst erarbeitetes Theaterstück in der Anstalt auf. Dieses wurde von der Landesgruppe mitgefördert. Etwa 50-60 Personen besuchten die
Aufführung. Im Anschluss nutzten sie die Möglichkeit, sich mit den Gefangenen über die Aufführung und über ihre Lebenssituation auszutauschen.
Situation der Träger der Straffälligen-Betreuung im Lande Bremen:
Ein großer Träger wird umstrukturiert. Im Zuge dessen scheint es so, dass der Bereich der Straffälligen-Betreuung gekürzt in den großen Bereich Hilfen zur Erziehung eingegliedert werden soll. Andere Träger berichten über rückgängige Teilnehmendenzahlen.
Die Zuwendungen der Justizbehörde an den Täter-Opfer-Ausgleich Bremen sollen massiv gekürzt werden. Dies würde bedeutet, dass Projekte, Fallarbeit sowie Beschäftigungsvolumen nicht vollumfänglich fortgeführt werden können.
Neue Angebote bzw. Projekte, wie z.B. das Integrationscoaching wurden vorgestellt
Arbeitsfonds
Aktuell gibt es in Bremen zwei Fonds über die Geschädigte eine (symbolische) Entschädigung erhalten können. Die ausgezahlte Summe orientiert sich am Umfang der abgeleisteten Arbeitsauflagen. Ein Fond wird über den Täter-Opfer-Ausgleich organisiert, der andere über die DVJJ Landesgruppe Bremen. Es wurde diskutiert, in welchen Fällen auf die Arbeitsfonds zugegriffen werden soll und ob Anpassungsbedarf zur Höhe der Vergütung besteht.
Bericht der Teilnehmende zum 6. Bundeskongress BuKo Juhis und ASA 2025
Die Bremer Teilnehmenden bewerteten sowohl die Organisation als auch die Inhalte des BuKo 2025 sehr positiv. Die Beitragshöhe und die bremischen Gegebenheiten in Bezug auf die Teilnahme an fachlichen Veranstaltungen wurden nochmals kritisch diskutiert.
Mitgliederversammlung
Tätigkeits- sowie Finanzberichte wurden vorgetragen, zur Kenntnis genommen und genehmigt. Der inhaltliche Input für die Sitzung kam vom Verein Bremer Straffällingenbetreuung, der das Theaterprojekt in der Justizvollzugsanstalt Bremen organisiert hat.
Amt für Soziale Dienste Bremen (AfSD)
Als Ergebnis einer großen Organisationsuntersuchung steht eine große Umstrukturierung bevor. Die Organisationsform der JuHiS soll nach jetzigem Informationsstand jedoch erstmal unverändert bleiben. Allerdings sind in den Bezirken bzw. Regionen Standortzusammenlegungen geplant, was Einfluss auf die sozialräumliche Arbeit haben wird. Die genaue Ausgestaltung der Umstrukturierung wird derzeit intensiv geplant.
Soziale Dienste der Justiz (SDdJ)
Die Landesgruppe Bremen diskutierte zur geplanten Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung in Gewaltschutzverfahren (nach der Istanbul Konvention).
Nach jetzigem Planungsstand soll das Familiengericht künftig die Teilnahme an Sozialen Trainingskursen anweisen können, die von den SDdJ entwickelt und durchgeführt würden.
Niedersächsicher Jugendgerichtstag 2025
Einige Mitglieder der Landesgruppe haben am JGT in Oldenburg teilgenommen. Die Rückmeldungen waren positiv. Die Beiträge waren inhaltsreich.
Tätigkeitsbericht 2024
Im Berichtszeitraum fanden acht Vorstandssitzungen und die Jahresmitgliederversammlung statt. Darüber hinaus wurden inhaltliche Themen telefonisch oder schriftlich erörtert.
Mit folgenden Themen hat sich die DVJJ-Landesgruppe-Bremen ausführlicher auseinandergesetzt:
- Geplante Verlegung des Jugendstrafvollzugs nach Hameln
Aktuell wird durch die Senatorin für Justiz und Verfassung in Bremen die Verlagerung des Jugendstrafvollzugs aus Bremen in eine niedersächsische Vollzugsanstalt geprüft.
Ein Umzug nach Hameln hätte aus unserer fachlichen Sicht weitreichende negative Folgen für eine gelingende Resozialisierung der jungen Menschen in Haft, aber auch für das Land Bremen als eigenständiges Bundesland im Hinblick auf eine effiziente und selbstbewusste Gestaltung der Sozialwirtschaft.
Nach einem fachlichen Austausch zur Angebotsstruktur und den Perspektiven des Jugendvollzugs in der JVA Bremen mit der Abteilungsleiterin für Justizvollzug und Verfassung sowie der Leiterin des Jugendvollzugs und weiteren Gästen hat sich die DVJJ-Landesgruppe eine Position zur Verlegung erarbeitet und diese in einem Schreiben an den Rechtsausschuss und als Stellungnahme der Landesgruppe Bremen an die Senatorin versandt. Es erfolgten recht differenzierte Rückmeldungen verschiedener Parteien und durch die Senatorische Behörde. - Altersfeststellung und Betreuung von unbegleiteten, minderjährigen Jugendlichen aus dem Ausland.
Die DVJJ-Landesgruppe setzt sich mit der Praxis der Altersfeststellung gem. § 42 SGB VIII (Verfahren und Kriterien in Bremen) auseinander (medizinische Gutachten vs. behördliche Altersfeststellungsverfahren). Die Relevanz des Themas wird betont, da unterschiedliche Altersangaben weitreichende Konsequenzen für die jungen Menschen haben können, wie beispielsweise der Ausschluss von Jugendhilfemaßnahmen. - Mitgliederversammlung vom 15.05.2024
Zunächst erfolgte ein Input zum Projekt „FreD“ durch zwei Vertreter*innen der Träger. Fazit: Es wurde betont, dass sich das Angebot nicht nur auf den Konsum von Cannabis bezieht, sondern auch auf konsumierende Jugendliche von Alkohol, Nikotin und Medikamenten. Es erfolgten auch Zuweisungen nach Schulkonferenzen. Die Teilnahme wurde dann als pädagogische Maßnahme angeordnet. Bei dieser handelte es sich um verkürzte Version des FreD-Kurses, die das regelmäßigen Angebot nicht ersetzt. Durch das neu geschaffene Angebot und geringere Zuweisungszahlen wurden die Anzahl der regulären FreD-Kurse reduziert. Über die Ambulante Suchthilfe findet der FreD Kurs nur noch einmal im Quartal statt, beim DRK für die Minderjährigen alle vier bis sechs Wochen außerhalb der Ferienzeiten.Nach dem Vortrag und kurzer Diskussion zum Vortrag erfolgten der Tätigkeitsbericht 2023, Rahmen und Finanzen, Kassenprüfung und Neuwahlen:
Der Mitgliederbestand der DVJJ-Landesgruppe war in 2024 mit 48 Kolleg*innen stabil. Im Rahmen der Kassenprüfung wurden keine Mängel festgestellt. Vorstand und Kassenwart wurden einstimmig entlastet. Neuwahl des neuen Vorstands und der Kassenprüfer*innen. - Vorstellung des Projektes JOBLINGE
Der Träger stellt die Arbeit des Projektes vor. Die Arbeit konzentriert sich auf junge Menschen (16 bis 25 Jahre) mit schwierigen Startbedingungen bei der Suche nach Job/Ausbildung. Es werden sowohl Einzelgespräche als auch die Teilnahme an einem Vollzeitprogramm mit einer Laufzeit von 6 Monaten angeboten. Für die Vollzeitkurse besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht, da Vermittlungsgutscheine von der Agentur für Arbeit ausgestellt werden. Es finden 5 Gruppen pro Jahr mit 15 bis 20 Teilnehmenden statt. Die Erfolgsquote liege dabei bei ca. 75 %. - Besuch des Trägers Wildfang in Bothel
Der Träger hat Fragen zur pädagogischen Haltung und zum professionellen Selbstverständnis ausführlich beantwortet, wobei eine fortschrittliche Qualitätsentwicklung dargelegt wurde. Es wurde ein Haus besichtigt, in der ein Stufenmodell als Grundlage des pädagogischen Handelns zum Tragen kommt. Am Ende der von außen strukturierenden Rahmen angelangt, besteht für die Klient*innen die Möglichkeit des Einzugs in eine Bungalowwohnung in unmittelbarer Nähe. - Zuwendungen
Die JVA möchte in Kooperation mit der Wilden Bühne wieder ein Theaterprojekt starten. Das Projekt hat auch an anderer Stelle um Mittel gebeten/Mittel eingeworben. Die Inhalte werden mit den Insassen zusammen erarbeitet, ab 04/2025 wird mit den Proben begonnen. Die öffentliche Aufführung ist für 06/2025 geplant. Die DVJJ-Landesgruppe unterstützt das Projekt mit 2000 €. - Themen, die diskutiert wurden und in 2025 vertieft werdensoll(t)en
– Fortlaufende Diskussion und Austausch über die Ausstattung des Jugendstrafvollzugs in Bremen
– Entwicklungen zum KCanG
– Sleep-In in Bremen
– Schulersatzangebote
– Vollstreckung von Arreststrafen/Besuch der JAA-Verden
